.: Kickboxen

 

 

Kickboxen ist ein Kampfsport, der Tritte und Schläge oberhalb der Gürtellinie erlaubt.
Er ist eine Kombination aus konventionellem Boxen und Sportarten,
wie Karate oder Taewondo. Dabei soll einem Gegner durch Treffer zu Kopf und Körper
die technische und taktische Überlegenheit im Wettkampf oder Sparring gezeigt werden.

 

Grundlegende Schlagtechniken

 

Führhandstoß

(Jab)



Die vordere, meist linke Hand wird nach vorn ins Ziel (Kopf, Körper) geschlagen. Dabei wird die Ferse eingedreht. Somit wird eine leichte Körperdrehung über die Hüfte eingeleitet. Die Schulter schiebt sich nach vorn. Die hintere, meist rechte Hand übernimmt die Deckung. Das Kinn zeigt nach unten. Die Wange ist an die nach vorn zeigende Schulter angelehnt.

Der Schlag dient zum Vorbereiten bzw. Einleiten und Abschließen von Angriffen. Er testet die Reaktion und das Verhalten des Gegners. Er ist Distanzhalter und Punktelieferant.

Schlaghandstoß

(Punch)

 

Die hintere, meist rechte Hand wird nach vorn ins Ziel (Kopf, Körper) geschlagen. Dabei wird die Ferse gedreht um eine Körperdrehung über Hüfte und Schulter zu erreichen. Es wird sich gleichzeitig vom hinteren, meist rechten Bein abgedrückt. Das Bein wird gestreckt. Die Ferse hebt etwas vom Boden ab. Das Körpergewicht liegt auf dem linken Bein.

Die linke Hand übernimmt die Deckung.

Der Schlag erzielt eine starke Wirkung und liefert klar Punkte.

 

Seitwärtshaken

(Hook)

 

Der ausführende Arm bildet einen rechten Winkel zwischen Ober- und Unterarm. Er bleibt leicht unter Schulterhöhe. Die Hand wird durch eine Drehbewegung des Körpers ins Ziel geschlagen.

 

 

Aufwärtshaken

(Uppercut)

 

Der ausführende Arm bildet einen rechten Winkel zwischen Ober- und Unterarm. Die Hand wird in Verbindung mit einer Aufwärtsbewegung des gesamten Körpers nach oben ins Ziel geschlagen.

 

 

 

Grundlegende Tritttechniken

 

Vorwärtsfußtritt

(Frontkick)

 

Aus der Grundstellung wird das Knie weit nach oben gehoben. Die Hüfte wird nach vorn geschoben und das Knie in Richtung Ziel nach vorn gestoßen. Dabei wird der Fuß gestreckt. Die Zehen werden angezogen.

Trefferfläche ist der Fußballen.

Der Tritt mit dem vorderen, meist linken Bein dient zum Distanz schaffen (Stoppkick) und zum Lösen vom Gegner. Er erzielt also Treffer bei Angriff und Verteidigung.

Der Tritt mit dem hinteren Bein wird oft in Kombinationen eingesetzt.

 

Halbkreisfußtritt

(Roundhousekick)

 

Aus der Grundstellung wird das Knie weit nach oben gehoben. Die Hüfte Wird eingedreht. Gleichzeitig dreht der Standfuß auf dem Ballen nach innen (Ferse zeigt zum Gegner). Das Trittbein wird in einer Halbkreisbewegung zum Ziel (Kopf, Körper) gestreckt.

Trefferfläche ist der Spann.

Der Tritt mit dem vorderen Bein wird zur Angriffsvorbereitung oder zum Lösen vom Gegner genutzt.

Der Tritt mit dem hinteren Bein wird oft in Kombinationen eingesetzt.

 

Seittritt

(Sidekick)

 

Aus der Grundstellung wird das Knie weit nach oben gehoben. Die Hüfte wird eingedreht. Dabei wird der Standfuß auf dem Ballen gedreht.

Das Trittbein wird stoßartig gestreckt. Bei Erreichen des Ziels (Kopf, Körper) ist der Fuß angezogen. Die Ferse liegt höher als die Zehen.

Trefferfläche ist die Fußaußenkante.

 

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